Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners (EPS) in Südlohn

Die Covid-Pandemie zwingt die Menschen dazu Abstand zu halten und wenn es geht zu Hause zu bleiben. Gerade bei schönen Wetter nutzen viele das schöne Wetter und die gewonnene Zeit für ausgiebige Spaziergänge durch die Gemeinde Südlohn. In den letzten Jahren ist vermehrt die Problematik mit dem Eichenprozessionsspinner (EPS) aufgetreten. Der EPS ist damit ein jährlich wiederkehrendes Problem. Wir haben bei der Gemeinde Südlohn nachgefragt und wollten wissen wie die Gemeinde mit dem EPS umgeht.

Antworten der Gemeinde:

Laut der Mitteilung aus der Verwaltung wird in diesem Jahr erstmalig, neben dem Absaugen und einsammeln der Nester, auch mit EPS-Fallen gearbeitet. Erste Fallen sollen zum Einsatz kommen. Sollte sich der Erfolg einstellen, werden in Absprache mit dem Bauhof und zwei gebuchten Fachfirmen, zusätzliche Fallen angebracht.

Die Fallenanbringung darf dabei nur an gemeindlichen Bäumen stattfinden. Auf privaten Grundstücken ist der jeweilige Eigentümer für Maßnahmen verantwortlich.

Die stark frequentierten öffentlichen Bereiche sollen regelmäßig kontrolliert werden. Bei auffinden von Nestern werden diese selbst oder von Fachfirmen beseitigt. Dies kann allerdings auch nicht überall und zeitgleich erfolgen, da hier die Kapazitäten des Bauhofes und der Fachfirmen begrenzt sind. Aus diesem Grund soll nach Eingang einer Meldung der entsprechende Bereich umgehend abgesperrt und mit Hinweisschildern auf die mögliche Gefahr hingewiesen werden.

Meldungen können bei der Gemeinde Südlohn u.a. beim Ordnungsamt, Hr. Lüke abgegeben werden.

Weiterhin teilte die Verwaltung mit, dass ein intensiver Austausch der Ordnungsämter innerhalb des Kreises Borken stattgefunden hat und weiterhin stattfindet. Dabei wurde bisher festgestellt, dass bei Einsetzen von gleichen Methoden es zu völlig unterschiedlichen Ergebnissen kommen kann.

Seitens der Gemeindeverwaltung scheinen keine chemischen und biologischen Mittel eingesetzt zu werden.

“auch die chemischen und biologischen Mittel stellen eine Gefahr für weitere Tiere dar und haben nicht in allen Kommunen den gewünschten Erfolg erzielt.”

Die Verwaltung geht allerdings bereits jetzt davon aus, dass auch in diesem Jahr es nicht geschafft wird die Gemeinde vom EPS zu befreien. Sie werden aber ihr Bestes geben.

Fazit zum Vorgehen:

Die WSO hofft, dass die geplanten und umgesetzten Maßnahmen seitens der Gemeinde und das zahlreiche Aufhängen von Nistkästen einiger Organisationen und Privatleuten die Problematik des EPS eindämmt. Dieses Jahr muss wohl abgewartet werden um den Erfolg der getroffenen Maßnahmen zu betrachten und zu bewerten. Diese Bewertung muss aus Sicht der WSO im Herbst erfolgen um entsprechende Planungen und Maßnahmen für die Folgesaison zu veranlassen.