Dorfkernentwicklung Südlohn

Fahrradtour durch die Wahlbezirke in Südlohn

Wie bereits angekündigt, haben wir am Samstag die Wahlbezirke in Südlohn beradelt. Bei anfänglich mäßigen Wetter schauten wir uns die möglichen Projekte in Südlohn an.

Dorfkern

Bereits am Startpunkt unterhielten wir uns über den Glanz der vergangenen Tage im Ortskern Südlohn. Die derzeitige Optik lässt zu wünschen übrig. Hier muss dringend an der optischen Attraktivität gearbeitet werden. Mit kleineren Maßnahmen (z.B. neue Farbe oder neue Beeteinfassungen, Instandsetzung des Pflasters) könnte bereits viel bewegt werden. Weiterhin müssten neue und mehr Sitzmöglichkeiten aufgestellt werden. Eine weitere Aufwertung könnte zur Weihnachtszeit wieder ein richtiger Baum und kein Klettergerüst sein.

Weihnachtsbaum_Südlohn

St. Vitus Grundschule und Feuerwehrgerätehaus

Vom Dorfkern aus radelten wir in Richtung Grundschule. Hier schauten wir uns die fast fertige Grundschule an. Die Sanierung und der Neubau ist sicherlich eine sehr gute Investition. Wir waren uns dennoch einig, dass bei einigen Kostenstellen durchaus gespart hätte werden können. Die Schulcontainer sind hier ein gutes Beispiel. Dadurch das nun die Fertigstellung der Schule in Verzug geraten ist, werden die Mietkosten der Containeranlage weiter steigen und den geplanten Ansatz überschreiten. Die Stromkosten der Mietanlage wurden ebenfalls von uns diskutiert. Diese Punkte müssen u.a. bei der Sanierung der von-Gahlen Grundschule unbedingt Beachtung finden.

Feuerwehrgerätehaus Südlohn

Als nächsten Haltepunkt hatten wir das Feuerwehrgerätehaus des Lz Südlohn ausgemacht. Hier wird in der Zukunft seitens der Gemeinde noch einiges investiert werden müssen. Schließlich ist das Gebäude in die Jahre gekommen, auch die positive Entwicklung bei der Stärke des Löschzuges und der Jugendfeuerwehr müssen in Zukunft bedacht werden.

Potenzialfläche, Verkehr und Gewerbegebiete

Vom Feuerwehrgerätehaus ging es direkt zum derzeitigen Standort des Edeka-Marktes. Diese Fläche hätte in Zukunft sicherlich Potenzial für eine weitere Entwicklung. Sollte der Umzug vom Edeka-Markt klappen, sollte die Gemeinde sich mit dem derzeitigen Eigentümer über eine mögliche Folgenutzung besprechen. Aus unserer Sicht steckt sehr viel Potenzial in diesem Standort. Von hier aus ging es zur Ramsdorfer Straße.

Ramsdorfer Straße

Hier haben wir uns die verkehrliche Situation genau angeschaut. Bei der Ramsdorfer Straße, mit ihrer langen Geraden, besteht dringend Handlungsbedarf. Laut Auskunft eines Anwohners kümmert sicher der Kreis Borken bereits um eine Lösung. Sicherlich wird dies auch Thema bei der nächsten Verkehrsschau sein. Auf den Rückweg Richtung Dorfkern haben wir uns dann noch das Gewerbegebiet an der Robert-Bosch-Straße angeschaut. Hier haben wir ähnliche Probleme mit der Anzahl der Gewerbeflächen, wie bereits in Oeding festgestellt. Wollen wir ein starker Wirtschaftsstandort sein, muss es uns gelingen, den Gewerbetreibenden ausreichende Flächen zur Verfügung zu stellen.

KiTa, Verkehrssituation an Kreisverkehren und Wohnraumschaffung

Als nächsten Haltepunkt hatten wir den neuen Bauenhofkindergarten ausgemacht. Wir haben diesen allerdings nur von außen in Augenschein genommen. Im Rahmen der Fahrradtour wäre der Kindergarten zu kurz gekommen. Wir werden hoffentlich noch die Gelegenheit bekommen, diesen ausgiebig zu besichtigen. Aber auch von außen macht der Kindergarten bereits einen guten Eindruck. Durch die Fortschritte im Außenbereich lässt sich bereits einiges erahnen. Wir dürfen gespannt sein. Thematisch ging es dann über in den Zu- und Abholverkehr. Sicherlich wird gerade auf der Straße Horst/ Elpidiusstraße/ Bomkampstegge der Verkehr zunehmen. Hier muss aus unserer Sicht eine Lösung geschaffen werden. Die Lösung muss allen die sichere Teilnahme am Verkehr ermöglichen. Auch über eine mögliche Bebauung der gemeindlichen Grundstücke wurde gesprochen. Die Teilnehmer waren sich hier einig, dass dies ebenfalls ein wichtiger Schritt für die weitere Wohnraumschaffung und dem zusammenwachsen beider Ortsteile ist.

Von hier aus ging es gleich zu zwei Kreisverkehren. Der Kreisverkehr am Eschke und am Baugebiet Scharperloh wurde besichtigt. Hier haben uns bereits im Frühjahr einige Hinweise von Eltern und Anwohnern erreicht. Es wurde berichtet, dass gerade die schwächsten Verkehrsteilnehmer hier oft überfordert seien und gefährlichen Situationen ausgesetzt sind. Am Kreisverkehr Scharperloh sind es die Kindergarten- und Schulkinder die mit der Überquerung der Straße überfordert sind. Dies könnte sich noch verstärken, wenn der nächste Bauabschnitt bebaut ist. Aus unserer Sicht würde die Situation durch ein Zebrastreifen entschärft werden. Am Kreisverkehr Eschke ist die Verkehrsführung sehr irreführend. Kinder sind damit oft überfordert und wissen nicht wie sie sich verhalten sollen. An manchen Stellen ist der Kreisverkehr auch nur sehr schwer komplett einsehbar. Hier würde aus unserer Sicht eine mögliche Zuwegung die Situation bereinigen. Im Rahmen des möglichen Anlegen des Fahrradweges in Richtung Gescher könnte die Zuwegung auf Höhe Eschlohner Straße / Leegen Weg bereits einiges bewirken.

Vikar-Meyer-Platz / Haus der Vereine

Haus der Vereine

Zum Schluss haben wir uns noch den Bereich des Vikar-Meyer-Platzes / Haus der Vereine angeschaut. Hier sehen wir zukünftig ebenfalls dringenden Handlungsbedarf. Der Bereich des Vikar-Meyer-Platzes ist sehr trostlos im Erscheinungsbild. Alte Blumenkübel, ungepflegte Grünanlagen und eine sehr alte Bushaltestelle runden das Bild ab. Hier sollte zukünftig, in Absprache mit Nutzern (St. Vitus Schützenverein, etc.) über eine umfangreiche Neugestaltung gesprochen werden. Denn schön ist es hier im Moment wirklich nicht.

Am Ende der Tour stand für die Teilnehmer fest, nicht warten lasst uns starten. Es ist wichtig zu reden, zu diskutieren und zu gestalten.