Letzte Aktualisierung: 16. Juni 2020
Heimat im Wandel: Ortsanblick, Landwirtschaft und Natur
Wir wollen das Gemeindebild verbessern
2019 wurde mit großer Beteiligung der Einwohner das integrierte städtebauliche Entwicklungskonzept (ISEK) für beide Ortsteile erstellt und vom Rat beschlossen. Im ISEK werden umfangreiche Maßnahmepakete zur zukünftigen Entwicklung beider Dorfkerne, sowie der Schlinge, beschrieben und vorgeschlagen. Diese sollen jetzt umgesetzt werden. Dabei dürfen die Ortsgebiete außerhalb des ISEKs nicht vernachlässigt werden. Es gilt hier ein Gleichgewicht zu schaffen.
Hierzu könnten folgende Schritte beitragen:
- in Wohngebieten mit großen Laubbäumen sollen Laubkörbe zur Verfügung gestellt werden
- es sollen mehr Sitzmöglichkeiten mit Müllkörben im Gemeindegebiet aufgestellt werden
- Befestigung von Blumenampeln oder hängenden Blumenkästen an Laternen
- Wipptiere sollen an entsprechenden Stellen installiert werden
- es sollen an einschlägigen Stellen Hundekotbeutelhalterungen (mit Beutel) und mehr Entfernungsmöglichkeiten zur Verfügung gestellt werden
- Einführung von regelmäßigen Einwohnerforen zur Entwicklung der Gemeinde
- Ausbau der Müllsammelaktion durch die Unterstützung der Verwaltung
- Bereitstellung eines gemeindlichen Grundstückes für die Schaffung einer Möglichkeit zum gemeinsamen Gärtnern für Kindergärten, Schulen und Stift
- die öffentlichen Grünflächen sollen schöner gestaltet werden (z.B. Blühwiesen bzw. Blühstreifen im Außenbereich)
- stärkere Unterstützung bei Pflegepatenschaften für öffentliche Grünflächen, Spielplätze usw. anbieten. Als Anreiz für dieses Ehrenamt sollten die Einwohner Mitspracherechte bei der Gestaltung bekommen
- Schaffung von mehr öffentlichen Müllbeseitigungsmöglichkeiten (z.B. Altpapier und Glas)
Wir wollen die Gleichstromverbindung zwischen Südlohn und Oeding verhindern
Die Firma Amprion GmbH plant eine rund 300 km lange Gleichstromverbindung von Emden nach Osterath in der Nähe von Düsseldorf. Diese Verbindung soll vorrangig durch Erdkabel verlegt werden. Bis zum Jahr 2025 soll diese Trasse fertiggestellt werden. Einer der Vorzugskorridore verläuft genau zwischen den beiden Ortsteilen Südlohn und Oeding in Höhe der Reithalle und im weiteren Verlauf entlang der Kreisstraße 21, B 70 und L 572 Richtung Burlo. Ein weiterer möglicher Korridor verläuft östlich vom Ortsteil Südlohn.
Wir sind der Meinung, dass die Umsetzung der Trassenführung zwischen den Ortsteilen Südlohn und Oeding das geplante Zusammenwachsen der Ortsteile verhindert. Gerade der Ortsteil Oeding könnte sich nicht mehr weiterentwickeln. Weiterhin würden auf die Gemeinde erhebliche Kostensteigerungen zukommen.
- Wir werden alle Möglichkeiten nutzen, die sich der Gemeinde Südlohn bieten, um eine Umsetzung der Trasse zwischen den beiden Ortsteilen Südlohn und Oeding zu verhindern.
Wir wollen die Umwelt und das Klima schützen
Südlohn und Oeding ist deshalb ein Ort, in dem es sich gut leben lässt, weil wir durch die geographisch gute Lage im Kreis Borken von sehr viel Grün umgeben sind. Dennoch macht die Klimakrise und die notwendige Energiewende auch vor der Gemeinde Südlohn nicht halt. Wasserknappheit, Starkregenereignisse und wärmere Temperaturen nehmen jüngst auch hier zu. Wir setzen uns daher für die grundsätzliche Förderung von regenerativen Energiequellen ein. Eine Abwägung zum bestehenden Landschaftsbild und die Belange der Einwohner ist dabei allerdings zwingend notwendig. Auch müssen die Interessen der Landwirtschaft und des Naturschutzes gewissenhaft abgewogen werden. Die kleinen Maßnahmen, die ebenfalls zum Umwelt- und Klimaschutz beitragen, müssen auch bedacht werden.
Wir stellen uns im Einzelnen vor:
- Einrichtung/Ausbau von E-Bike Ladestationen z.B. an öffentlichen Einrichtungen / Sportplätzen / Kirchen
- Bereitstellung von Mitfahrerbänken
- Die Anzahl der Ladesäulen soll erhöht werden. Elektromobilität soll so in der Gemeinde gefördert werden
- Die Gemeinde soll für die Einwohner kostenlos Saatgut (für Blumenwiesen) zur Verfügung stellen
- mögliche Förderung von Plug-In Anlage für Mieter
- wenn Windkraft in Südlohn möglich ist, dann muss dies als Bürgerwindpark verwirklicht werden
- Ausbau von Photovoltaikanlagen auf öffentlichen Gebäuden
- die öffentliche Straßenbeleuchtung wird komplett auf LED umgestellt
- die Energiegewinnung aus Wasserkraft muss geprüft werden
- in Zusammenarbeit mit der SVS das Beratungsangebot zur energetischen Sanierung von Bestandsgebäuden ausbauen
- das gemeindliche Gebäudemanagement in energetischer Hinsicht optimieren
- an der Umsetzung eines kostenlosen Bürgerbusses arbeiten
- Zusammenarbeit mit einem Radverkehrsbeauftragten beginnen und ein Konzept für ein fahrradfreundliches Südlohn entwickeln und Schritt für Schritt umsetzen
- Flächenstilllegungen und sog. „Bienenweiden“ sollen auf gemeindeeigenen Flächen vorangetrieben werden
- Flächen Dritter sollen auch eine „Gemeindeförderung“ für vorg. Maßnahmen erhalten
- Einrichtung von mobilen Klimageräten im Rathaus, anstatt eine komplette Klimaanlage
- der Schutz von Bäumen sollte über die Bebauungspläne geprüft werden und nicht über eine Baumschutzsatzung erfolgen